
Viel Spaß dabei wünscht Ihnen das Kiddingo.de Redaktionsteam
John Cooper? Wer ist John Cooper!?
John Cooper war Formel1-Konstrukteur,
in den 50er Jahren hatte er´s schwör,
Nur Boliden mit Frontmotor
brachte die Branche bis dahin hervor.
Runde um Runde kurvt ein grüner Rennwagen um den Grand-Prix-Kurs von Goodwood in England. Dann verstummt das Brüllen des Motors. Der Leiter der
Testfahrten hat den Wagen angehalten. Der Fahrer wird mit Schulterklopfen begrüßt. Der neue Versuchswagen der British Racing Motors (BRM)
hat den Goodwood-Rundenrekord von 1:28,8 Minuten um volle vier Sekunden auf 1:24,8 Minuten verbessert.
Das Fachblatt "Auto, Motor und Sport" begeisterte sich darüber: "Eine phantastisch zu nennende Zeit (...) Der Heckmotor ist im Rennwagensport
auf dem Vormarsch."
Zum ersten Mal hatte das BRM-Team einen Rennwagen gebaut, dessen Motor nicht nach herkömmlicher Bauart in der Frontpartie, sondern im Heck platziert war.
Den Anlass für die Neukonstruktion lieferte der gleichfalls in England ansässige Cooper-Rennstall, der von jeher die Heckmotor-Bauweise vertrat und mit seinem Sieg in der Rennwagen-Weltmeisterschaft 1959 einen Überraschungserfolg erzielte.
Es war die erste Weltmeisterschaft eines Heckmotor-Rennwagens.
Schon in den 30er Jahren hatte Ferdinand Porsche trotz aller Erfolge seiner Auto-Union-Rennwagen die Vorherrschaft der Frontmotoren nicht brechen können.
John Cooper (1923–2000) eiferte der Porsche-Konzeption nach. Allerdings entschied er sich nicht, wie Porsche, aus technischer Überzeugung für den Heckmotor.
Coopers Flitzer erhielten nämlich aus Kostengründen billige Motorradtriebwerke, die sich – um durch Direktantrieb mittels einer Kette übermäßige
Reibungsverluste zu vermeiden – am einfachsten im Heck anbringen ließen. Ausgerüstet mit Coventry-Climax-Motoren, die im Krieg britische
Luftschutz-Feuerspritzen auf Druck gebracht hatten, starteten Coopers Rennwagen von 1957 an in der Formel 1. Schon nach zwei Jahren kam der
Erfolg. 1959 und 1960 wurde Jack Brabham im Cooper-Climax Formel1-Weltmeister. Die vorher tonangebenden Ferraris mit Frontmotor wurden
von Coopers Heckmotor überholt.
Dass die PS schwächeren Cooper schneller waren als die Konkurrenz, lag an drei entscheidenden Vorteilen:
Beim Frontmotor-Wagen dagegen lagen die Tanks im Heck, so dass die Belastung der Hinterachse im Rennen von Runde zu Runde geringer wurde, was
wiederum das Fahrverhalten des Autos beeinträchtigte, da sich die Fahreigenschaften während des Rennens änderten und sich die Reifen wegen der
schwankenden Stabilitätsverhältnisse schneller abnutzten.
So musste Ferrari zum Beispiel Reifenwechsel in Rennen vornehmen, die von Cooper ohne Wechsel durchgestanden wurden, obwohl beide das gleiche
Reifenfabrikat fuhren.
Den Konkurrenten Coopers dämmerte spätestens jetzt: Der Heckmotor ist im Rennwagensport auf dem Vormarsch!
... nun ruht John Cooper,
der an sich geglaubt
und Motoren von vorne nach hinten geschraubt,
machte Brabham zum Sieger, er trägt die Kron,
dass heut alle so fahren, das ist sein Lohn. John Cooper.
(im)

Gewinnerin der Preisfrage vom Februar
Unter den vielen richtigen Einsendungen ist sie die überglückliche Gewinnerin: Frau Alwine Ometa, hier vor dem Redaktionskopierer im Kiddingo-Verlagshaus.
Mit Interesse und Spannung konnte unsere Leserin die kreative Hektik bei einer Redaktionssitzung verfolgen.
"Cool, diese lockere Atmosphäre hier", kommentiert die Gewinnerin ihren aufregenden Besuch. Auf die Frage, was sie denn mit ihrem Preis machen werde,
antwortete Frau Ometa: "Das Buch werde ich zusammen mit meinen Freund lesen." Eine tolle Idee. Wir gratulieren und wünschen dabei viel Vergnügen.
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